(K)ein Platz für mein Kind !?!

Öffentliche SPD Info-Veranstaltung zu den Betreuungsmöglichkeiten für Kinder unter 6 Jahren in Erftstadt sehr gut besucht.

In Erftstadt ist das Finden eines Kinder-Betreuungsplatzes für viele Eltern eine Herausforderung. Es gibt zwar seit diesem Kindergartenjahr zum ersten Mal den sogenannten ‘Kita-Navigator‘, mit dessen Hilfe Eltern ihre Kinder ‘online‘ für eine oder mehrere Kitas vormerken lassen können. Aber die Versorgungssituation mit Kitaplätzen insbesondere für unter 3-Jährige Kinder und solche, die inklusiv betreut werden, ist unzureichend. Gegenüber den von der Stadt selbstgesteckten Zielwerten fehlen in Erftstadt 6 Ü3-Betreuungsplätze, 107 U3 Betreuungsplätze sowie 43 inklusive Betreuungsplätze.

Aus diesem Grund veranstaltete die SPD Lechenich kürzlich eine öffentliche Informationsveranstaltung zu dem Thema, bei der der Leiter des Jugendamtes, Joachim Feldmann, und der verantwortliche erste Beigeordnete, David Lüngen, etwa 25 interessierten Eltern und mehreren Tagespflegemüttern Rede und Antwort standen.

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Zur Einführung in das Thema gab zunächst auf Wunsch der Eltern Dr. Martin Wölfle von der SPD Lechenich einen Überblick der zahlenmäßigen Versorgungssituation. Anschließend erläuterten Herr Feldmann und Herr Lüngen, ein wesentlicher Grund für den Mangel an U3-Kitaplätzen sei, dass bis vor kurzem die Anzahl der U3-Kitaplätze in Erftstadt auf maximal 250 gedeckelt war und bisher der darüber hinausgehende Bedarf über Tagesmütter/-Väter gedeckt werden sollte. Diesen Beschluss habe der Stadtrat mittlerweile aufgehoben. Somit könne die Verwaltung jetzt daran arbeiten, weitere U3-Kitaplätze einzurichten.

Der größte Fehlbedarf an Betreuungsplätzen schon heute aber auch perspektivisch für die nächsten Jahre besteht in den Ortsteilen Liblar, Lechenich und Köttingen/Kierdorf. Deshalb, so Lüngen und Feldmann, seien dort neue Einrichtungen in der Vorbereitung. In Kierdorf (Matthias-Grell-Straße) ist eine Kita mit 3 Gruppen (33 Ü3-Plätze, 2 davon inklusiv, 15 U3-Plätze) geplant und in Lechenich eine nördlich der Solarsiedlung mit 5 Gruppen (51 Ü3-Plätze, 6 davon inklusiv, 28 U3-Plätze). In Liblar sei am Hahnacker und in der Brühler Straße je eine Kita mit 3 Gruppen (je 31 Ü3-Plätze, 6 davon inklusiv, 43 U3-Plätze) geplant.

Die Inbetriebnahme dieser neuen Einrichtungen wird jedoch frühestens zum August 2019 erfolgen können.

Daher ist, wie Lüngen und Feldmann erläuterten, für Liblar und Lechenich die Einrichtung je einer Übergangsgruppe mit 25 Ü3-Plätzen zusätzlich geplant. Diese Gruppen würden mit Beginn des Kitajahres 2019/2020 im August 2019, wenn die neuen Einrichtungen in Betrieb gehen, wieder geschlossen.

Die Übergangsgruppe in Lechenich befindet sich bereits in der Umsetzung. Sie wird als Container-Lösung der städtischen Kita Süd angeschlossen und kann vermutlich zum 01.09.2017 ihre Arbeit aufnehmen. Bei der Umsetzung der Übergangsgruppe in Liblar konnten Feldmann und Lüngen leider noch keinen konkreten Starttermin nennen.

Die SPD begrüßt, dass durch entsprechende Ausschuss-Beschlüsse die Umsetzung der Kita nördlich der Solarsiedlung abgesichert wird. Die neue Kita passt auch sehr gut in den Kontext des im nächsten Schritt für Lechenich geplanten Baugebietes nördlich der Solarsiedlung“, äußerte sich Dr. Wölfle im Rahmen der Veranstaltung.

Die ausführliche und sehr rege Diskussion einschließlich vieler Fragen der Eltern hat gezeigt, dass die SPD mit der Veranstaltung ein sehr wichtiges Thema aufgegriffen hat. Auch im kommenden Jahr 2018 wird die SPD das Thema nicht aus dem Blick verlieren und sich weiter für die ausführliche Information der betroffenen Eltern aus erster Hand einsetzen.“

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