Auf ein Wort

Zur Wohnbaulandentwicklung in Lechenich

Bei Enthaltung der CDU hat der Rat am 17.10.2017 endlich die Entwicklung eines Baugebietes nördlich der Solarsiedlung sowie die Prüfung zur Verlängerung des Kölner Rings beschlossen.

Vorausgegangen war ein massiver Zickzackkurs der CDU-Fraktion. Während die Verwaltung von Anfang an die jetzt beschlossene Fläche (Bauabschnitt 1 / s. Bild) aufgrund des hohen städtischen Eigentumsanteils und der sofortigen Möglichkeit zur Errichtung der dringend benötigten Kindertageseinrichtung favorisierte, wurden durch die CDU permanente Störfeuer abgegeben.

So wurde beispielsweise zunächst die Bebauung von Lechenich Südwest gefordert, wohlwissend, dass die Stadt in diesem Bereich kaum Grundstücke besitzt. Anschließend forderte man die Errichtung des Kindergartens auf den Flächen des alten Sportplatzes an der Schule, wobei klar war, dass diese Flächen in den Wettbewerb zur Sanierung des Schulzentrums einbezogen werden. Dass die örtliche CDU sich nun auch noch in der Presse darüber beschwert, dass der Blessemer Lichweg nicht ausgebaut würde und die Bewohner der Solarsiedlung durch zusätzlichen Verkehr belastet würden, setzt dem ganzen die Krone auf.

Wir Lechenicher Sozialdemokraten haben von Beginn des Diskussionsprozesses die nun beschlossene Fläche aus folgenden Gründen favorisiert:

  1. Der dringend benötigte zusätzliche Kindergarten kann schnell errichtet werden.
  2. Der Stadt gehören viele Grundstücke in diesem Bereich, wodurch die Allgemeinheit von den Grundstücksverkäufen profitiert.
  3. Ein Verkehrsgutachten belegt, dass das zunächst kleine Baugebiet problemlos über die vorhandene Infrastruktur erschlossen werden kann, was ebenfalls gut für den städtischen Haushalt ist.
  4. Es besteht mittelfristig auch die Möglichkeit zur Erschließung des Baugebietes von Norden durch den Ausbau des Blessemer Lichweges oder über die vorgeschlagene Verlängerung des Kölner Rings. Zweites favorisiert die SPD. Daher haben wir einem Auftrag an die Verwaltung zur Prüfung der Umsetzbarkeit zugestimmt.

Vor diesem Hintergrund können die Planungsausgaben in Höhe von 150.000 Euro zum Bau der Westtangente zwischen Erper und Herriger Straße zunächst zurückgestellt werden. Diese werden erst deutlich später benötigt. Wie allerdings diese Umgehungsstraße beispielsweise die Stein- und Schloßstraße entlasten soll, versteht man wahrscheinlich auch nur als Lechenicher CDU-Mitglied!

Baugebiet-Entwicklung in Lechenich

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