Kinderbetreuungssituation wird immer problematischer

Unser SPD-Distrikt führt seit drei Jahren Informationsveranstaltungen zum Thema Kinderbetreuung in Erftstadt durch. Wir wissen daher sehr genau, dass es für viele Eltern extrem schwierig ist, einen Kindergartenplatz im U3- und mittlerweile auch im Ü3-Bereich zu finden. Es gibt einige Lechenicher Eltern, die ihre Kinder schon jetzt in andere Erftstädter Ortsteile – wie beispielsweise nach Friesheim – fahren müssen. Im letzten Jugendhilfeausschuss wurde durch den zuständigen Beigeordneten, Herrn Breetzmann, mitgeteilt, dass man mit gerichtlichen Klagen betroffener Eltern rechnet, da derzeit schon über 30 Erftstädter Kindern kein Ü3-Platz zugewiesen werden kann.

Trotz dieses Eingeständnisses gibt es aktuell keinen Notfallplan der Verwaltung für die sich zuspitzende Situation. Dennoch und gerade vor diesem Hintergrund sind wir glücklich, dass nun endlich mit dem Bau des Kindergartens an der Solarsiedlung begonnen wurde. Vorausgegangen ist ein kommunalpolitisches Trauerspiel, in dem insbesondere die örtliche CDU und Bürgermeister Erner mit ihrem Handeln den Baubeginn verzögert haben. Der Standort an der Solarsiedlung wurde von der CDU seit 2016 immer wieder bekämpft, ohne dass eine wirkliche Alternative aufgezeigt wurde. Nicht nur viele betroffene Eltern fragen sich, warum die CDU so handelt. Und selbst nachdem der Standort – trotz Vertagungsanträgen der CDU – mit Stimmen von SPD, Grünen und FDP nochmals bestätigt worden war, hat Bürgermeister Erner durch persönliche Erklärungen an die Kommunalaufsicht das Projekt gefährdet.

Statt einer Fertigstellung der KITA zum neuen Kindergartenjahr am 1.8.2019 kann man derzeit von mindestens einer halbjährigen Verzögerung für Lechenich ausgehen. Ohne die Einrichtung von Kita-Notgruppen werden somit wahrscheinlich noch deutlich mehr Eltern zum neuen Kindergartenjahr keine Ü3-Betreuung für ihre Kinder erhalten. Und dennoch stellt Herr Breetzmann im Jugendhilfeausschuss am 21.2.2019 immer noch keinen Notfallplan vor. Wir fordern die Verwaltung auf, sich endlich um die Einrichtung der dringend benötigten Notgruppen bzw. einen Notfallplan zu kümmern. Gemeinsam mit den betroffenen Eltern wünscht unsere stellv. Vorsitzende Eva Wolff sich, dass die Verwaltung das Problem endlich zur Chefsache erklärt und nicht weiter Zeit verliert.

http://www.spdfraktionerftstadt.de/?p=2092

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