Für Sie in Lechenich

Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger von Lechenich Konradsheim,

am 13. September 2020 entscheiden Sie über die Zukunft ihres Stadtteils und der Stadt Erftstadt. Gerne stellen wir uns, unsere Ziele und unsere Konzepte vor. Es sind Angebote an Sie, mitzumachen. Denn das Beste sind solche Lösungen, die von vielen gemeinsam erarbeitet und getragen werden. Erp zu gestalten und weiter zu entwickeln kann nur mit der Hilfe der hier wohnenden Menschen gelingen.

Ihre Kandidaten für Wahlbezirke in Lechenich sind:
Michael Thews für den Wahlbezirk 16
Dr. Martin Wölfle für den Wahlbezirk 17
Ralf Schnitzler für den Wahlbezirk 18
Eva Wolff für den Wahlbezirk 19 in Lechenich und Konradsheim
Rolf Richter für den Wahlbezirk 20
Raphael Wronka für den Wahlbezirk 21

Starke Stadtteile

Erftstadt soll endlich als „eine“ Stadt wahrgenommen werden und zusammenwachsen, ohne dass die Individualität der einzelnen Stadtteile aufgegeben wird.

Bürgerbeteiligung

Unsere Stadtteile sollen durch Bürgerbeteiligung zum Besten gestaltet werden. Die Bewohner wissen aus eigener Erfahrung oft genau, welche Verbesserungen, Lösungen und Konzepte nötig sind, um ihre Stadtteile lebens- und liebenswert für alle zu gestalten. Dieses möchten wir durch frühzeitige Infoveranstaltungen, Bürgerversammlungen, Projektgruppen, Workshops usw. erreichen.

Masterplan Lechenich

Mittels eines integrierten Stadtentwicklungskonzeptes können wie beim Masterplan Liblar erhebliche Fördergelder zur Weiterentwicklung Lechenichs beantragt werden. Inhalt des integrierten Konzepts sind Gutachten zum Verkehr, der ökonomischen, kulturellen und gesundheitlichen Infrastruktur sowie zu den vorhandenen Einrichtungen der Bildungs- und Daseinsvorsorge.

In 2019 und 2020 fanden bereits zwei sehr gut besuchte öffentliche Workshops, sogenannte Bürgerwerkstätten, statt. In diesem Rahmen wurden unter Einbindung einer erfahrenen externen Agentur verschiedene Strategien zur zukünftigen Entwicklung Lechenichs vorgestellt, mit der Bürgerschaft diskutiert und bewertet. Schnell wurde hierbei klar, dass sich über 90 % der beteiligten Bürgerinnen und Bürger nicht nur kosmetische Korrekturen durch den Masterplan erhoffen.

So wurde im Ergebnis die Strategie mit dem Titel „Lechenich – ein lebenswerter Stadtteil mit historischer Ausstrahlungskraft“ entwickelt Entsprechend dieser Überschrift sollten nun in den nächsten Schritten Details zu dem übergreifenden Stadtentwicklungskonzept im Arbeitskreis Masterplan Lechenich und in weiteren Bürgerwerkstätten erarbeitet werden. Bis hierher fand die Arbeit die volle Zustimmung auch von CDU und FDP.

Unverständlich ist daher, dass CDU und FDP in den folgenden Sitzungen des Stadtentwicklungsausschusses den geordneten Fortgang in einem gut organisierten Verfahren gestoppt haben. Unter dem Vorwand, die Bürgerbeteiligung sei zu gering wurde von beiden Parteien das gesamte Verfahren angehalten und so geändert, dass die bis dahin beauftragte und äußerst gut arbeitende externe Partneragentur ihren Vertrag gekündigt hat und dieser neu ausgeschrieben werden musste. Damit entstehen zusätzliche Kosten für die neue Bürgerbeteiligung. Gleichzeitig hat sich der gesamte Prozess und somit auch die Beantragung von Fördergeldern um mindestens ein Jahr verzögert. Somit können unter Umständen für einzelne Maßnahmen z.B. am Schulzentrum Lechenich, die im Rahmen des Masterplanes Lechenich förderbar gewesen wären, jetzt im Ergebnis keine Fördergelder mehr gewonnen werden und der Haushalt der Stadt wird zusätzlich belastet.

Der wirkliche Grund für die Richtungsänderung von CDU und FDP ist aber, dass beide Parteien nur oberflächlich und möglichst medienwirksam in Lechenich herumdoktern wollen, statt den Masterplan als wirkliche Chance für Lechenich zu verstehen.

Die Innenstadt

Lechenich ist liebenswert. Die Bürgerinnen und Bürger sind zufrieden mit der hohen Lebensqualität in Lechenich. Für die Innenstadt gilt mittlerweile eine Denkmalbereichssatzung, was wir als SPD begrüßen. Wir haben in vielen Bereichen eine hervorragende Infrastruktur. Allerdings sind bisher die Chancen, die sich durch den Bau der Umgehungsstraße vor allem in der Innenstadt ergeben haben, nicht genutzt worden. Die Innenstadt mit der Bonner Straße ist auch durch die fehlende Westtangente und den einhergehenden Durchgangsverkehr aus dem Dürener Raum noch sehr auf den Autoverkehr ausgerichtet. Die Aufenthaltsqualität um den Marktplatz leidet darunter sowie unter dem Parksuchverkehr. Die Mehrzweckstreifen an der Bonner Straße werden überwiegend als Parkplätze genutzt, womit die ursprünglich vorgesehene Nutzung als Verkaufs-, Flanier- und Ruhefläche praktisch so gut wie gar nicht stattfindet. Wir wollen, dass im Rahmen des Masterplanes die komplette verkehrliche Gestaltung der Innenstadt konzeptionell angegangen und Alternativen zur bisherigen Nutzung aufgezeigt werden.

Bus und Bahn

Verglichen mit anderen Stadtteilen ist die Busanbindung Lechenichs durch den Knotenpunkt am Markt gut, wobei wir uns eine weitere Attraktivierung durch Schnellbuslinien, Carsharing und On-Demand-Busse wünschen. Weiterhin muss in Verbindung mit der Ansiedlung der Hochschule die Anbindung von Erftstadt an das S-Bahn-Netz erfolgen. Aber auch die Bushaltestellen sollten müssen barrierefrei und vollständig mit Wartehallen ausgebaut werden. Umweltverträglicher öffentlicher Personennahverkehr wird nur dann mehr genutzt, wenn er attraktiv ist.

Radwege

In Erftstadt gibt es bereits einige gut ausgebaute Radwege. Um noch mehr Menschen zu bewegen, vom Auto auf das Fahrrad umzusteigen, bedarf es aber Weiterer. Wir unterstützen auch im Rahmen des Masterplans Lechenich den Ausbau vorhandener Radwege, die Erschließung neuer Radwege und den Ausbau eines Radschnellweges von Erftstadt nach Köln. Je besser die Radwege, desto mehr Menschen steigen aufs Fahrrad um. Außerdem befürworten wir, dass mehr Fahrradabstellanlagen aufgestellt werden, um den Fahrradfahrern die Möglichkeit zur Sicherung zu geben.

Infrastruktur sichern

Die Vorhaltung öffentlicher Gebäude, Straßen und Sportplätze in einem guten Zustand bleibt für uns eine vorrangige Aufgabe der Stadt. Bei allen Sanierungs- oder Neubauentscheidungen legen wir großen Wert darauf, dass die Betriebskosten nach entsprechenden Investitionen gesenkt werden. Energieeinsparende Maßnahmen haben deshalb Vorrang.

Für alle Sanierungs- und Investitionsvorhaben muss grundsätzlich eine Wirtschaftlichkeitsanalyse erstellt werden. Jeder Euro, den wir bei den künftigen Betriebs- und Folgekosten sparen, schafft neue finanzielle Handlungsspielräume. Energieeinsparung ist aber nicht nur aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoll, sie ist auch im Interesse des Klimaschutzes unverzichtbar.

Wohnbebauung

In den letzten Jahren ist in Lechenich kein größeres Baugebiet erschlossen worden. Auch hierdurch sind die Immobilienpreise und Wohnungsmieten erheblich angestiegen. Wir Sozialdemokraten unterstützen daher die Entwicklung des Baugebiets nördlich der Solarsiedlung. Zur sinnvollen Erschließung des Gebiets soll aus SPD Sicht der Kölner Ring verlängert und zudem die schon länger geplante westliche Ortumgehung, die sogenannte Westtangente, umgesetzt werden. Damit kann das neue Baugebiet nördlich der Solarsiedlung von Norden und Süden erschlossen werden und weiterer Durchgangsverkehr aus der Altstadt von Lechenich herausgehalten werden.

Dem demographischen Wandel muss auch in Lechenich durch preiswerte altengerechte Wohnungen Rechnung getragen werden. In den Neubaugebieten muss zudem der Anteil bezahlbarer Mietwohnungen durch entsprechende Vorgaben der Stadt gesteuert werden. Wir wollen mehr kleine und mittlere bezahlbare Mietwohnungen dem Bedarf entsprechend für unsere älteren Mitbürger aber auch für junge Menschen, die zum ersten Mal selbständig wohnen oder zum Studieren durch die Ansiedlung der Technischen Hochschule nach Erftstadt kommen werden.

Einkaufen

Ein zentrales Anliegen ist für uns die Erhaltung und der Ausbau der Lechenicher Altstadt als attraktives Geschäftszentrum. Grundlage hierfür ist für uns der Masterplan sowie weiterhin das Fernhalten von zentrumsschädlichen Ansiedlungen im Wirtschaftspark. Weiterhin muss das von der SPD beantragte Einzelhandelsgutachten dringend für die gesamte Erftstadt aktualisiert werden.

Wirtschaftspark

Die Grundstücke im Wirtschaftspark Lechenich sind mittlerweile weitestgehend vergeben. Jetzt geht es darum, den Wirtschaftspark zu begrünen – wie um ursprünglichen Bebauungsplan vorgesehen – und der zunehmenden Vermüllung in diesem Bereich Einhalt zu gebieten. Das Konzept des Wirtschaftsparks als Frei- und Lebensraum für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der dort ansässigen Firmen aber auch für die Bevölkerung muss endlich mit Leben gefüllt werden.

Kindergärten

Lechenich ist gerade im Kindergartenbereich – insbesondere durch den Neubau der Kita in der Solarsiedlung – im Vergleich zu den anderen Erftstädter Ortsteilen derzeit gut aufgestellt. Wir werden uns auch in Zukunft dafür einsetzen, dass für jedes Kind eine ortsnahe Betreuung sichergestellt wird. Hierbei erhoffen wir uns zukünftig eine deutlich stärkere Unterstützung der örtlichen CDU, die sich gerade bei den Entscheidungen zur dringend benötigten Kita in der Solarsiedlung zu häufig auf die Seite der Verhinderer geschlagen hat. Neben der Vorhaltung einer ausreichenden Zahl an Betreuungsplätzen ist uns aber auch die Qualität der Betreuung wichtig. Hierzu zählen vernünftigen Gebäude, engagierte Erzieherinnen und Erzieher, eine hochwertige Mittagsverpflegung, eine gute Vorhaltung von Spielzeugen und Lernmitteln sowie eine Anpassung der Öffnungszeiten an die sich wandelnden Bedürfnisse der Eltern.

Schulen

Mit zwei Grundschulen, einer Haupt-, einer Realschule sowie einem Gymnasium wird ein differenziertes, leistungsfähiges Angebot im schulischen Bereich in Lechenich angeboten. Hauptschule und Realschule bieten wie die Grundschulen einen Ganztagsbetrieb an. Wir möchten auch künftig in Lechenich alle drei weiterführenden Schulformen erhalten. Mit dem ÖPNV sind zudem die Realschule, das Gymnasium und die Waldorfschule in Liblar sowie die Gesamtschule in Weilerswist und die Europaschule in Kerpen erreichbar. Die ÖPNV-Verbindungen zu diesen sind verbesserungswürdig. Den weiteren Bedarf wird die Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes ergeben.

Wir fordern eine zügige Durchführung der Sanierungsmaßnahmen an der Südschule. Die Einrichtung einer Mensa in den freien Kellerräumen halten wir für sinnvoll. Ebenso müssen die Räumlichkeiten für die Ogata an der Nordschule zügig ausgebaut werden.

Alle unsere Schulen müssen zeitnah an das schnelle Datennetz angebunden werden, um den wachsenden Anforderungen der Digitalisierung von Schule Rechnung zu tragen. Insbesondere die Erfahrungen in der Corona-Pandemie haben deutlich gemacht, wie wichtig eine gute digitale Anbindung ist.

Für das Schulzentrum Lechenich haben wir uns in den letzten Jahren für die intensive Prüfung einer Neubaulösung und die Erstellung einer Wirtschaftlichkeitsberechnung inklusive der über die Nutzungszeit anfallenden Betriebskosten ausgesprochen und fordern dies auch weiter. CDU und FDP habe dies leider immer wieder abgelehnt und gleichzeitig gegen unsere Stimmen eine Renovierung mit nur teilweiser energetischer Sanierung für zurzeit 45 Mio. € beschlossen.

Zum Vergleich: Zum Schuljahr 2018/2019 wurde in Hürth der Neubau einer Gesamtschule, die mit 6 Klassen pro Jahrgang genauso groß wie Realschule und Gymnasium zusammen ist, nach rund 2 Jahren

Bauzeit für rund 30,7 Mio. € fertiggestellt. Dieser Neubau wurde mit dem Schulpreis NRW 2018 ausgezeichnet.

Kultur

Wir haben uns konsequent für eine neue Stadtbibliothek und Artothek an einem Standort eingesetzt. Leider sind CDU und FDP von diesem langjährigen Konsens kürzlich ohne Not abgewichen und haben mittlerweile den Umbau eines Teils des Kaufhauses Könen als Zweigstelle beschlossen. Genau diesen Standort hatte der Kulturausschuss im Jahr 2016 noch verworfen. Auch die CDU sah damals im Kaufhaus Könen „keine Qualitätssteigerung und keinen preislichen Vorteil in dem vorgeschlagenen Modell“, sondern „eine Manifestierung des bisherigen unteren Mittelmaßes“. Die jetzt beschlossene Lösung erreicht nicht die minimal notwendige Fläche von 700m2 und erhöht die Mietkosten von 29.000€ / Jahr für den Container am Schulzentrum auf 168.000€ / Jahr für das Kaufhaus Könen. Mit Liblar als zweitem Bibliothek-Standort bleiben auch die doppelten Personalkosten. Auch diese Entscheidung für das Könen-Gebäude wurde von CDU und FDP ohne Wirtschaftlichkeitsberechnung getroffen. Alternativ waren noch der Esserhof in Liblar sowie das Haus Ganser auf der Bonner Str. als mögliche Standorte in der Diskussion. Beide Standorte hätten alle Kriterien erfüllt, die im Arbeitskreis „Gesamtbibliothek“ erarbeitet wurden. Wir werden uns auch in Zukunft für die Schaffung einer modernen Zentralbibliothek einsetzen.

Jugendliche

Die örtlichen Vereine, die Jugendverbände und kirchlichen Organisationen prägen die Freizeitangebote für alle Lechenicher und fördern den Zusammenhalt untereinander. Sie verdienen unsere volle Unterstützung Wir setzen uns für den Bau einer Jugendkulturhalle für alle Erftstädter Jugendlichen und die Ansiedlung einer Bar oder eines Clubs für die jungen Erftstädter ein.

Senioren

Der Anteil unserer älteren Bürgerinnen und Bürger wächst. Wir möchten, dass Menschen im Alter möglichst lange ein selbstständiges und unabhängiges Leben führen können. Wir unterstützen in diesem Zusammenhang Investoren bei dem Bau von Altenwohnungen sowie bei der Schaffung dringend benötigter Pflegeplätze. Gerade entsteht in diesem Bereich in Konradsheim ein Leuchtturmprojekt, das wir im Gegensatz zur CDU von Anfang an und konsequent unterstützt haben.

Sicher wohnen

Das Gefühl, in einer sicheren Umgebung zu wohnen, bestimmt ganz wesentlich die Wohn- und Lebensqualität einer Stadt. Zum Wohlfühlen in einem Stadtteil trägt auch bei, in welchem Zustand sich öffentliche Gebäude, Plätze, Grünanlagen und Straßen befinden. Die Pflege dieser Anlagen ist eine wichtige Aufgabe der öffentlichen Hand. Daneben begrüßen und unterstützen wir aber auch das ehrenamtliche Engagement der Bürgerschaft, die selbst Hand anlegt bei der Verschönerung und Säuberung der Stadtteile.

Wir begrüßen es, dass eine überaus leistungsfähige Feuerwehr, die im Haupt- und Ehrenamt in gleicher Weise vorbildlich arbeitet, in Notfällen zur Verfügung steht. Die Fortentwicklung der Feuerwehrinfrastruktur werden wir gemeinsam mit der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr auf der Basis des vor kurzem beauftragten neuen Brandschutzbedarfsplan gestalten.

Internetversorgung

Wir setzen uns für die flächendeckende Anbindung von Lechenich an das schnelle Internet ein. Wir bevorzugen dabei aber keinen speziellen Anbieter. Wichtig ist, dass die Lechenicher Bürger und Firmen zu marktüblichen Konditionen Zugang zu schnellem Internet haben bzw. bekommen können.

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